So funktioniert die Standortmeldung: vom GPS bis zum Kartenlink
Vom Laden der App bis zum Testalarm: wie der Kartenlink zu Ihren Kontakten kommt und wo die Standortmeldung an ihre Grenzen stößt.
Beim HINFC Schrillalarm mit GPS teilen sich zwei Geräte eine Aufgabe: Der Alarm ermittelt die Position, Ihr Smartphone verschickt sie. Wer dieses Zusammenspiel versteht, richtet die Kontakte in wenigen Minuten ein und weiß, in welchen Situationen keine Meldung ankommt. Dieser Ratgeber geht die Einrichtung Schritt für Schritt durch.
Die Technik: GPS im Gerät, Versand über das Smartphone
Im Gehäuse des Alarms sitzt ein GPS-Modul. Es bestimmt die Position anhand von Satellitensignalen, so wie ein Navigationsgerät im Auto. Das Gerät selbst hat keine SIM-Karte und kann deshalb keine Nachricht verschicken. Diese Aufgabe übernimmt Ihr Smartphone: Der Alarm überträgt die Position per Bluetooth an die kostenlose HINFC-App für iOS und Android, und die App schickt einen Kartenlink per SMS und Push an die Kontakte, die Sie hinterlegt haben.
Diese Aufteilung hat für Sie zwei Folgen. Es fallen keine laufenden Kosten an, weil das Gerät weder ein Abo noch eine SIM-Karte braucht. Und die Standortmeldung funktioniert nur, solange Ihr Smartphone in Bluetooth-Reichweite ist und Mobilfunk oder Internet hat.
Schritt 1: Gerät laden und mit der App koppeln
Laden Sie den Alarm vor der ersten Einrichtung über das mitgelieferte USB-C-Kabel. Der Lithium-Polymer-Akku hält danach im Standby bis zu 30 Tage. Installieren Sie anschließend die HINFC-App auf Ihrem Smartphone und schalten Sie Bluetooth ein. Öffnen Sie die App und starten Sie die Kopplung. Halten Sie den Alarm dabei neben das Smartphone, damit die App das Gerät in der Nähe findet. Prüfen Sie am Ende, ob der Alarm in der App als verbunden erscheint. Eine Kurzanleitung auf Deutsch liegt der Verpackung bei und beschreibt die Schritte für Ihr Modell.
Schritt 2: Bis zu fünf Kontakte eintragen
In der App hinterlegen Sie bis zu fünf Notfallkontakte mit Mobilfunknummer. Wählen Sie Menschen aus, die zu den Uhrzeiten erreichbar sind, zu denen Sie unterwegs sind, etwa eine Partnerin, die abends zu Hause ist, oder eine Nachbarin, die spät ins Bett geht. Sprechen Sie vorher mit jeder Person. Sie sollte wissen, wie eine Nachricht von Ihnen aussieht. Der Ablauf für den Kontakt lautet: erst Sie anrufen, dann bei ausbleibender Antwort Polizei oder Rettungsdienst verständigen und dabei den Ort von der Karte durchgeben. Eine Absprache dauert fünf Minuten am Telefon und erspart im Ernstfall Rätselraten.
Schritt 3: Der Testalarm
Gehen Sie für den ersten Test vor die Haustür, denn die Sirene erreicht 130 dB, gemessen in 10 cm Abstand. Kündigen Sie den Test Ihren Kontakten an. Ziehen Sie dann den Zugstift am oberen Ring heraus und halten Sie das Gerät mit ausgestrecktem Arm vom Kopf weg. Die Sirene startet und das weiße LED-Blitzlicht blinkt. Die App verschickt gleichzeitig den Kartenlink. Stecken Sie den Stift nach wenigen Sekunden wieder ein, damit stoppt der Alarm. Lassen Sie sich danach von mindestens einem Kontakt bestätigen, dass die SMS angekommen ist und der Link die Karte mit Ihrer Haustür öffnet. Wiederholen Sie den Test einmal im Monat, am besten an dem Tag, an dem Sie das Gerät ohnehin laden.
Was Ihre Kontakte sehen
Der Kontakt erhält eine SMS und eine Push-Nachricht mit einem Link. Der Link öffnet eine Karte mit Ihrem Standort. Ihre Kontakte sehen also, wo Sie sind, und können diese Angabe an die Leitstelle weitergeben. Eine Bewertung der Lage nimmt die App nicht vor. Sie meldet den Ort, und die Absprache aus Schritt 2 sorgt dafür, dass der Kontakt weiß, was er damit anfängt. In Gebäuden oder in Tiefgaragen erreicht das GPS-Signal das Gerät schlechter. Die Position kann dort ungenauer ausfallen als auf offener Straße.
Die Grenzen der Standortmeldung
Drei Situationen sollten Sie kennen, bevor Sie sich auf die Meldung verlassen:
- Das Smartphone liegt zu Hause oder Bluetooth ist ausgeschaltet. Der Alarm findet keinen Partner, und es geht keine Meldung hinaus.
- Das Smartphone ist dabei, hat aber kein Netz, etwa in einem Funkloch auf dem Wanderweg. Die App kann die SMS dann nicht absetzen.
- Der Akku des Alarms ist leer. Dann bleiben auch Sirene und Licht stumm. Ein fester Ladetag im Monat beugt dem vor, der Standby reicht bis zu 30 Tage.
In den ersten beiden Fällen arbeiten Sirene und Blitzlicht weiter, bis zu 40 Minuten am Stück. Der Schrillalarm ersetzt in keinem Fall den Notruf. Wer beide Wege vergleicht, sieht die Arbeitsteilung: Die HINFC-App informiert Ihre privaten Kontakte, die nora-App der Bundesländer setzt einen Notruf direkt bei der Leitstelle ab und übermittelt dabei den Standort automatisch. Wer nicht sprechen kann, nutzt dort den Text-Chat oder den stillen Notruf. Beide Apps ergänzen sich auf demselben Smartphone.
Kosten und Lieferung
Der HINFC Schrillalarm mit GPS kostet 49 € inklusive Mehrwertsteuer. HINFC versendet innerhalb Deutschlands kostenlos, die Lieferung dauert zwei bis vier Werktage. Sie zahlen erst bei Lieferung an den Zusteller, bar oder mit Karte, eine Vorkasse gibt es nicht. Innerhalb von 30 Tagen können Sie das Gerät zurückgeben, die Rücksendung ist kostenlos. Dazu kommt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Im Karton liegen:
- das Gerät mit 82 × 34 × 19 mm und 38 g
- ein Karabiner zum Anhängen
- ein USB-C-Kabel zum Laden
- eine Kurzanleitung auf Deutsch